Getragen

Getragen
Ein Gedicht zu den Jahreszeiten des Glaubens. Es ist zwar gerade meteorologisch Frühling, aber vielleicht befindest du dich emotional mitten im Winter. Vielleicht findest du dich in den Zeilen an einer Stelle wieder. Oder bekommst eine Hoffnung, dass etwas anderes kommen kann. Ein Jahr hat nie nur eine Jahreszeit. So hat der Glaube, oder sogar das Leben, unterschiedliche Jahreszeiten. Sie mögen länger dauern, aber sie können wechseln.

Wenn ich nach vorne schaue,
lächelt mich die Sonne an.
Im vollen Vertrauen auf den unbeschreiblichen Gott.
Jetzt kommt meine Zeit, Gott baut sein Reich auf.
Mein Gott lässt meinen Charakter funkeln wie einen Edelstein.
Ich weiß: Es ist Sommer.

Wenn ich jetzt nach vorne schaue,
weht ein frischer Wind durch meine Haare.
Ich fühle mich etwas schwach, lass mich jedoch führen von dem einen Herrn.
Häufiger kommen ein paar Zweifel auf.
Es ist Herbst geworden.

Erneut blicke ich nach vorne.
Ein kalter Schauer. Eine bedrückende Stille.
Gott, wo bist du?
Doch ich weiß: diese schwierigen Zeiten müssen kommen, damit ich stark werde.
Gott macht mich stark im Winter meines Glaubens.

Ein letztes Mal blicke ich auf.
Zu erkennen gibt sich ein weißes Licht.
Gott hat alles neu gemacht.
Geheilt und verändert fasse ich die Hand meines Herrn.
Lächeln. Der Frühling ist da.